Coachings für Hochsensitivität
In meiner Praxis als Psychotherapeutin erlebe ich es immer wieder: Klienten kommen zu mir mit dem Gefühl, „falsch“ gestrickt zu sein. Sie fühlen sich im Alltag schneller erschöpft als andere, reagieren empfindlicher auf Lärm, Stimmungen im Raum oder Reizüberflutung und fragen sich nicht selten: „Habe ich eine psychische Störung?“ Die Antwort lautet in den allermeisten Fällen: Nein.
Hochsensitivität bzw. Hochsensibilität (Elaine Aron prägte hierfür den Begriff Sensory Processing Sensitivity) ist keine klinische Diagnose, kein Krankheitsbild und steht in keinem ICD- oder DSM-Katalog. Es handelt sich um ein angeborenes Persönlichkeitsmerkmal, das schätzungsweise 15 bis 20 Prozent aller Menschen teilen. Das Nervensystem hochsensibler Menschen verarbeitet Reize schlicht tiefer, gründlicher und intensiver.
Auch wenn Hochsensibilität keine Krankheit ist, bedeutet das nicht, dass sie spurlos an der Psyche vorbeigeht. Ein dauerhaft hochaktives Nervensystem gerät in einer lauten, schnellen und reizintensiven Welt leicht an seine Grenzen. Wenn die eigenen Grenzen wiederholt übergangen werden, kann die Eigenschaft zum Nährboden für psychische Störungen werden: Chronische Überstimulation & Erschöpfung: Dauerhafter Stress ohne ausreichende Rückzugsmöglichkeiten kann ins Burnout oder in depressive Episoden oder Ängste führen. Hochsensibilität ist also nicht die Störung selbst, aber sie kann – ohne passende Bewältigungsstrategien – ein Vulnerabilitätsfaktor sein.
Verstehen wir Hochsensibilität jedoch nicht als Defizit, sondern als besondere Ausstattung unseres Nervensystems, verändert sich die Perspektive grundlegend. Wenn Sie lernen, Ihre Reizverarbeitung zu regulieren, entfaltet die Eigenschaft ihr enormes Potenzial: Damit Ihre Hochsensibilität zur Ressource wird, braucht Ihr Nervensystem manchmal gezielte Unterstützung. Gerne biete ich Ihnen ein Coaching zum ganz persönlichen Umgang mit ihrer Hochsensibilität und wie diese zu ihrer eigenen Stärke werden kann.
Mit herzlichen Grüssen
Andrea Kapp

