Was passiert da gerade im Moment auf unserer Erde, mit uns Menschen, in allen Ländern, in der Schweiz, an den Schulen, bei der Arbeit, in den Familien?

Diese Fragen stelle ich mir. Schlussendlich sind es auch nur meine Gedanken dazu und jede und jeder kann sich seine Gedanken machen.

Was ich feststelle ist, dass die Angst und Panikmache seit Anfang der Pandemie in den Mainstream Medien dominiert. Aber Angst ist kein guter Ratgeber. Die Angst ist gefährlich, weil sie ein schwer kontrollierbares Gefühl der Bedrohung ist, das uns zu unüberlegtem Handeln verleitet. Angst verbindet uns auf ansteckende, unterschwellige Art mit den Mitmenschen und führt leicht zu panischen Reaktionen. Die Angst wirft uns auch auf uns selber zurück und trennt uns von den Mitmenschen.

Was können wir meiner Ansicht nach jetzt tun? Warum reagieren einige Menschen mit grosser Angst auf die Geschehnisse und andere gar nicht?

Was im Aussen passiert ist das eine, aber was es mit uns macht ist das andere. Was uns im Leben wiederfährt und wir erleben kann auch eine Chance für uns sein um innerlich zu wachsen. Aber wir müssen dafür etwas tun. Da gibt es Möglichkeiten zur Veränderung. Ich kann Verantwortung für mich, mein Befinden und meine Gefühle und Ängste übernehmen. Psychotherapeutisch gibt es viele Möglichkeiten einen Umgang mit seinen Ängsten zu finden, wenn sie aufkommen; Die Angst überhaupt bewusst werden, sie zulassen, Traumas verarbeiten, sich von den Ängsten dadurch lösen und in die eigene Kraft und Entspannung kommen.

Wir wissen mittlerweile auch, dass es viele Strategien gibt, um sich mehr spüren und nach seinem Herzen leben zu können; (Durch Yoga, Meditation, Bewegung in der Natur, Sport, Musik, Kreatives, körperliche Betätigung…. alles, was das Herz berührt).

Das ist das, was ich tun kann. Gegen das Virus kann man sich schützen. Das Immunsystem kann man stärken. Jede und jeder von uns trägt die Verantwortung für sich selbst, was er tut oder nicht tut.   Wenn wir nicht nach unserer Angst handeln, sondern im Herzen fühlen und unsere Kraft spüren, dann verändert sich wohl sovieles. Aber es braucht dazu Verantwortungsübernahme, Ehrlichkeit und den Mut von jeder und jedem sich um seine eigenen Gefühle und Ängste zu kümmern.

Ich wünsche es allen, uns Menschen, all unseren Liebsten, Kinder und Kindeskinder so sehr, dass wir uns von den herrschenden Ängsten im Aussen befreien können, indem wir sie durchschauen, erkennen, loslassen und von unseren Herzen heraus handeln können.

Andrea Kapp